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3.2 Dreiklang im Einklang

Dieser Artikel, sollte eigentlich schon gestern online sein! Sorry, für die Verspätung und viel Spaß beim Lesen 🙂

Unser Körper, unser Hirn, unsere Intuition oder ihr Zusammenspiel, ein Dreiklang, man nenne es wie man will, ist unglaublich clever. Sie wissen genau was wir brauchen im Leben und damit beziehe ich mich nicht auf Sauerstoff oder Wasser. Sie wissen genau, wenn wir einen für uns unpassenden Weg eingeschlagen haben und sie melden sich sehr regelmäßig und deutlich, wenn dem so ist, um uns zum Umstimmen zu bewegen.

Was meine ich damit? Ich empfand für eine sehr lange Zeit in meinem Leben eine nagende Rastlosigkeit. Ich dachte ich müsste doch zufrieden sein, bei dem was ich alles habe. Ich dachte ich müsste doch tiefenentspannt sein, denn ich tue doch, was ich gerne mag.

Aber still sitzen konnte ich nicht. Ich musste immer „mehr“ und „weiter“ und „besser werden“. Ich verspürte diese innere Anspannung jeden Tag effektiv zu nutzen, um ein kleines bisschen besser zu werden. Um etwas „sinnvolles“ und „gewinnbringendes“ zu tun.

Heute weiß ich, dass rührte daher, dass ich in meinem Leben nicht das tat, was ich wirklich wollte, sondern das, von dem ich dachte es sei sinnvoll.

An diesem Punkt gerieten Ruy und ich oft aneinander. Mit einem Freund an meiner Seite der Gelassen- und Zufriedenheit in die kanarische Liege gelegt bekommen hat, sind solche Hummeln im Hintern eher lästig. „Du musst doch auch mal langweilig sein“, sagte er oft. Das stimmte ja auch, aber ich konnte nicht. Sogar wenn ich „langweilig“ war, fühlte ich mich unruhig und rastlos. Also fing ich an Dinge zu ändern, probierte immer mehr aus und, most importantly, fing an auf meine Intuition zu hören. Ich vertraute einfach mal wieder in das gute alte Bauchgefühl, wenn es mir signalisierte, was mir gut tut und was nicht und welche Richtung ich stattdessen mal einschlagen könnte.

Es stellt sich heraus, alle Beschwerden und Unruhen, die man so verspürt, ob sie nun physischen oder psychologischen Ursprunges sind, haben eine Existenzberechtigung. Mehr noch – sie haben einen Sinn. Es ist der schöne Dreiklang, der alles tut um deine Aufmerksamkeit zu bekommen.

Es ist deine Intuition, die weiß, was dir gut tut und was du im Leben gelebt und getan haben solltest. Folgst du diesen schlauen Instinkten nicht, wirst du es spüren, körperlich und mental, und zwar so lange bis du mal hinhörst und etwas änderst.

Ich habe festgestellt, dass ich mittlerweile keine nagende Rastlosigkeit mehr empfinde. Möchte ich das Leben immer noch in vollen Zügen nutzen und mich regelmäßig fordern und voranbringen? Ja, aber ich fühle mich nicht mehr getrieben von dieser Unruhe, dass da noch etwas fehlt, dass ich noch nicht das richtige tue.

Ich habe hingehört, ausprobiert und geändert bis zu diesem Punkt heute, an dem Rastlosigkeit keine Rolle mehr spielt.

Deswegen werde ich trotzdem noch Probleme haben, Krisen durchleben und Dramen ertragen, aber ich kann es von einem Status der Grundzufriedenheit aus tun, weil ich angefangen habe auf mich zu hören und das zu tun, was ich will, anstatt auf alle Meinungen und Vorgaben von außen Rücksicht zu nehmen.

Hör hin und wenn du das Gefühl hast, da stimmt etwas nicht, mach die Dinge mal anders und probiere so lange (das Leben ist ein konstantes try&error) bis du ein ganz neues Gefühl hast. Eines, dass dir sagt: Ja, so musst ich leben. Wenn ich so lebe ist der Dreiklang im Einklang.

Für ein anderes Ergebnis, muss man andere Taten tun!

Para cambiar, tienes que caminar.

Bis bald

Saludos y un besito

Tafira, Gran Canaria
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