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2.29 ¡Hay que celebrarlo!

Wie oft spreche ich in diesen, in meinen, Artikeln von den Vorteilen einer Fernbeziehung. Ich mache das, um dem Wort Ferne seinen Schrecken zu nehmen, aber auch um eventuell den ein oder anderen Ratschlag teilen zu können. Wie schon in Artikel 2.23 Was zu lernen von den Fernen, erwähnt, gibt es nicht das eine richtige Beziehungsmodell. Es gibt einfach nur die Gegebenheiten, in denen zwei Menschen in einer Beziehung stecken, und egal welche das auch sein mögen, man sollte das Beste daraus machen. Denn ob nun fern oder nah, glücklich möchte man schließlich immer sein.

Da wir uns alle nun mal oft genug zusammensetzten und uns über unsere Beziehungen austauschen, sei es geschwärmt oder gemeckert, sollten wir auch immer mal die Ohren für ein bisschen Inspiration spitzen. Denn, was der eine nicht weiß, weiß der andere, und was der einen Beziehung einen freudigen Schwung versetzt, kann der anderen auch richtig gut tun.

Ich lausche immer aufmerksam und bin dankbar für jede neue Idee, deswegen möchte auch ich etwas weiterempfehlen, was mein Freund Ruy und ich für uns entdeckt haben.

Wir sind in nun drei Jahren Fernbeziehung echte Pendler geworden. Wir haben beide zwei Zuhause und wissen die Zeit, die uns miteinander gegeben ist, sehr zu schätzen. Wir formulieren es positiv. Natürlich wäre es ein Leichtes zu sagen: Wir sind in nun drei Jahren Fernbeziehung echte Pendler geworden. Das heißt für uns viel Warterei auf den anderen und irgendwie immer „weg“ sein.

Der Trick es positiv zu sehen und zu empfinden, liegt unteranderem darin, dass wir es zelebrieren zusammenzukommen.

Wir sagen nicht „Gott ich muss schon wieder los“ oder „all die Zeit, die uns miteinander fehlt“, sondern wir machen jedes Mal ein kleines Fest daraus, wenn wir zusammenkommen.

Wir überraschen einander mit Essen und besonderen Getränken, einem kleinen Geschenk (und wenn es nur die Lieblingsschokolade ist), einer Notiz hier, einem neu gehängten Bild da. Zur Weihnachtszeit überrascht man sich mit einer geschmückten Wohnung, im Sommer mit kalten Bier im Kühlschrank. Es sind wirklich Kleinigkeiten, aber es ist immer etwas Besonderes.

Anstatt „Immer dieses hin und her!“, haben wir dann eher „Wie toll endlich wieder hier zu sein!“. Wir machen Ankommen zu etwas schönem, anstatt es nur das Ziel eines steinigen Wegs sein zu lassen.

Warum erzähle ich das? Weil es Laune macht und ich mir sicher bin, das kann immer jede Beziehung vertragen.

Natürlich hat für uns nach Hause kommen, einen außerordentlich bedeutenden Charakter, da wir uns nach einigen Wochen nicht sehen, endlich wieder in den Arm nehmen können. Nichts desto trotz, bin ich der festen Überzeugung, dass sich auch Paare, die sich täglich sehen, mehr feiern könnten.

Deshalb wäre mein gutgemeinter Ratschlag, öfters mal wieder den Partner zur überraschen. Heimkommen zu etwas so Schönem machen, dass man anfängt eine Vorfreude dafür zu entwickeln.  Wann komme ich wohl mal wieder zur Tür herein und mache große Augen? Welche kleine Überraschung kann ich heute mit nach Hause bringen?

Das muss nicht jeden Tag passieren, aber auch nicht nur zwei Mal im Jahr zum Geburtstag. Ich weiß, man empfindet es nicht mehr als „außergewöhnlich“ oder „besonders“, dass der Partner zur Tür reinkommt, wenn man zusammen lebt. Das heißt aber nicht, dass man es sein Leben lang, Tag ein Tag aus, als selbstverständlich sehen muss. Ab und an zelebrieren kann man das trotzdem.

Eines lernt man nämlich in einer Fernbeziehung, vor allem in einer mit einer solchen Distanz, man kann es sich leicht machen oder schwer.

Wahrscheinlich ist es Ruys lockere, kanarische Art, die mir gezeigt hat, man kann sich alles so oft viel leichter und rosiger machen. Die Dinge so drehen, dass man gelassen bleibt und etwas Positives daraus zieht, auch wenn es etwas Triviales, wie eine Notiz oder eine Blume ist.

¡Hay que celebrarlo!

(Das muss gefeiert werden!)

Bis bald

Saludos y un besito

Dort gab es viel zu zelebrieren. Güigüí, Gran Canaria
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