Kategorien
ARTIKEL

2.2 Der König im Kringel

Die vergangene Woche war lang und gefüllt von spanischem Weihnachten und Traditionen. Deswegen die kleine Verspätung –sorry!

Ich bin mal wieder in den Genuss einer schönen spanischen Tradition gekommen und die, möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten.

Vielleicht wissen einige von euch, dass der 6. Januar, die heiligen drei Könige, DAS Weihnachtsfest in Spanien ist. Der 24. und 25.12 wird zwar auch als ein weihnachtliches Ereignis gesehen, aber traditionell ist der 6. Januar für die Spanier, was für uns die drei Weihnachtsfeiertage sind.

Die heiligen drei Könige bringen die Geschenke und bekommen neben einem Glas Milch, Kekse und Bananen von den Kindern bereit gestellt. Jede Familie macht es ein bisschen anders, erklärt mir Ruy. Ganz gefuchste Kinder stellen manchmal sogar Hafer und Brot bereit, für die Pferde der Könige.

Für mich waren die heiligen drei Könige immer einfach nur Charaktere der biblischen Weihnachtsgeschichte. In Spanien aber, werden sie bejubelt und verehrt. Ganz Umzüge finden „mit“ ihnen statt (so war es jedenfalls vor Corona).

Am 6.01 also, kommt die Familie nochmals zusammen. Die Tradition verlangt als Nachtisch hier etwas, was sich „Roscón de Reyes“ nennt. Es ist ein süßer Hefekranz, der, je nach Vorlieben, die unterschiedlichsten Füllungen haben kann.

Eines ist jedoch immer gleich in jedem dieser Königskringel. Jedes Gebäck enthält einen kleinen König und eine Bohne. Den König muss man sich wie eine Miniatur Spielfigur vorstellen und die Bohne sieht ein bisschen aus, wie eine Kidneybohne.

Wem der König, während des Essens, plötzlich auf der Zunge liegt, ist ein glückliches Jahr versprochen. Um dem „Gewinner“ noch eine besondere Ehre zu erweisen, wird ihm dann noch Corona aufgesetzt, äh eine Krone aufgesetzt, die in jedem Kuchenpaket dabei ist. Der unglückliche Bohnenfinder, muss leider den Preis für das riesen Süßgebäck bezahlen. Ihr seht schon, da hat jeder was von!

Nein, Spaß beiseite. Ich habe auch diese für mich neue und kürzlich ausprobierte Tradition sehr genossen. Es ist einfach schön ein Teil von etwas so wichtigem und essentiellen zu sein, auch wenn es ein Hefekranz mit eingebauter Zahnwehgefahr ist.

Wir wären arrogant zu behaupten, dass unsere eigenen, erlebten Traditionen genug sind. Wir können nie genug wissen und kennenlernen.

Ich bin jedenfalls froh, über alles was meinen Dunstkreis erweitert. Ich liebe zwar meine altbekannten Traditionen und würde sie nie gehen lassen, aber wenn ich mich dazu anhalte immer wieder Neues zu probieren und mich auf Gelegenheiten einlasse, bin ich im Nachhinein immer froh über den neuen Input.

Und es lohnt sich. Manchmal sogar mehr als man denkt. Am Ende habe nämlich ich den König in meinem Hefekranzstück gehabt. Der bringt mir nun hoffentlich Glück… drauf gebissen habe ich jedenfalls glücklicherweise schon mal nicht.

Immer schön neugierig und hungrig bleiben!

Bis bald

Saludos y un besito

Mein Kringel, mein König, mein Glück
Ich freue mich über deine Bewertung!
So gehts: Für x Sterne, den xten Stern von rechts anklicken

2 Antworten auf „2.2 Der König im Kringel“

…. Du hast gar nicht verraten, dass Du sooo ein glückliches neues Jahr vor Dir hast…… das freut mich sehr für Dich.
Du bist also die Glückskönigin🧡
Sehr schön 🤩

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.