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39. Mi casa es tu casa es nuestra casa

Sorry! Für die unangekündigte Abwesenheit letzte Woche, entschuldige ich mich. Tatsächlich haben Ruy und ich unseren „deutschen Standort“ gewechselt. Ein großer Umzug stand vor einer Woche an und in dem ganzen damit verbundenen Stress, habe ich mal getrost meine Handkäs unter Palmen Berichterstattung links liegen lassen. Das ist auch der Grund, warum dieser Sonntagsartikel verspätet reinschneit.

Das Gröbste ist nun geschafft. Sogar Ruy hat seine, momentan sehr regnerische, Paradiesinsel, extra für unseren Umzug, ein paar Tage verlassen – trotz „Corona-Hotspot-Germany“, PCR-Testpflicht und schlechte Flugverbindungen.

Diesen kurzen Zeitraum miteinander teilen zu können, war genau die richtige Entscheidung. Wenig Zeit, trotzdem bedeutend und unvergesslich. Das erste Mal für uns, dass wir zusammen umziehen.

Wir sind übrigens natürlich weiterhin dem Handkäs treu und sind in Frankfurt geblieben. Der Unterschied ist, dass sich unser Wohnort nun von „Frankfurter Raum“ auf Frankfurt Stadt spezifiziert hat. Ein kleiner aber sehr bedeutender Unterschied, der uns sehr glücklich stimmt.

Was soll ich sagen, Ruy freut sich jetzt schon, dass wir McDonalds in der Nähe haben. Das ist, was das Stadtleben ausmacht!

Für diesen ganzen Umzugsstress extra nur drei Tage anzureisen, habe ich vorerst für unnötig gehalten. Alles was ich vor Augen hatte, war wie Ruy sich abhetzt nach Frankfurt zu kommen, um dann schwere Kisten zu tragen und Möbel zu montieren. Das hat mir ehrlicher Weise so ein schlechtes Gewissen gemacht, dass ich mit Ruys Enthusiasmus erst mal nichts anzufangen wusste.

Im Nachhinein zeigt sich jedoch, der Gute hatte recht sich durchzusetzten. Jetzt bin ich so dankbar, dass wir unser neues zu Hause gemeinsam bezogen haben und Altbauwände, Gasofen und Nachbarn gemeinsam kennenlernen konnten.

Manchmal muss man eben den eigenen Sturkopf einfach mal sein lassen und in die guten Absichten der Liebsten vertrauen.

Selbst wenn es unserer perfektionistischen Logik wiederspricht, überhaupt kein Sinn ergibt in „unserer Welt“ und unserer Meinung nach, mehr Stress verursacht, als Freude und Frieden, sollte man lernen, ab und zu das Zepter abzugeben.

Die Pläne und Ideen eines anderen können uns manchmal glücklicher machen, als wir das jemals hätten selber für uns arrangieren können.

Unser Kopf ist eben nicht immer im Recht. Wir haben nicht immer selber die beste Einschätzung für unser selbst und unser Glück. Manchmal kann das ein anderer besser beurteilen.

Mehr ineinander und die guten Absichten füreinander vertrauen, ist etwas was wir uns auf die Fahne schreiben sollten für die nächste Zeit. Es ist schon schwer genug dieses Corona Hotspot Deutschland so zu ertragen, wie es eben gerade ist, mit all seinen Regeln und Restriktionen. Dann sollten wir nicht auch noch an den guten Absichten füreinander zweifeln.

Ich denke, wir können alle sicher sein, dass wir insgeheim alle mehr für einander da sind und aneinander denken, als wir das jemals zuvor gemacht haben.

In diesem Sinne – passt auf euch und aufeinander auf. Die Vorweihnachtszeit darf jetzt bewusst viel drinnen, faul und mit jede Menge Plätzchen im Ofen verbracht werden.

Ruy ist wieder zurück auf der Insel und maximal mit einer Lederjacke unterwegs. Vielleicht lernt er dieses Mal an Heiligabend ein paar deutsche Traditionen kennen, anstatt mit dem Surfboard eine gute Zeit am Strand zu verbringen. Das bleibt noch abzuwarten.

Bis bald

Saludos y un besito

Nuestro nido
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2 Antworten auf „39. Mi casa es tu casa es nuestra casa“

Ruy freut sich das McDonald’s um die Ecke ist, ich hab so gelacht 😅
Schön, dass ihr den Umzug in Frankfurt Stadt gemeinsam erleben konntet und das sich dadurch gezeigt hat, dass andere Köpfe auch gute Ideen haben 😘. Hoffe Ruy kann dieses Jahr trotzdem mal das Weihnachten in Deutschland kennenlernen!!!

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