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38. Auf Reisen

Ich muss schon zugeben, so auf Reisen lässt es sich einfach gut schreiben. Wahrscheinlich liegt das daran, dass es sich auf Reisen auch gut denken lässt. Vor allem dann, wenn du selber nicht das Steuer in der Hand hast und selber auf den Verkehr achten musst.

Der entscheidende Vorteil ist ganz klar, du kannst deine Gedanken in Zug oder Flugzeug im besten Falle gleich festhalten.

Auf Reisen zu sein, in Bewegung hin zum nächsten Moment, vielleicht sogar zu einem Highlight in deinem Leben, birgt immer eine gewisse Energie. Auch wenn es nur für den Moment der Reise ist, verändern wir uns.

Natürlich hätte auch die große Überraschung zuhause in den trauten vier Wänden, ob positiv oder negativ, einen großen Einfluss auf uns, jedoch hätten wir diese nicht aktiv geplant, geschweige denn, uns auf sie eingestellt.

Die Energie auf einer Reise, von der ich sprach, entsteht schlicht und ergreifend aus der Tatsache, dass wir wahrscheinlich nicht dieselben sind, wenn wir wieder zurück kehren.

Das klingt jetzt sehr dramatisch. Schließlich ist man ja nicht bei jedem Einstieg in Zug, Flugzeug oder Bus gleich auf dem Weg zu einem chirurgischen Eingriff. Dennoch erhofft man sich von jedem Trip, jeder Kurz- oder Langreise, dass man in einer anderen Verfassung, am liebsten natürlich in einer verbesserten Version seiner selbst heimkehrt.

Man wünscht sich insgeheim die Veränderung, auch wenn es nur der entspanntere Kopf oder die gebräuntere Haut ist.

In manchen Fällen ist die Heimreise auch einfach eine ganz beseelte, da mal wieder eine alte Freundschaft gepflegt oder das Kriegsbeil in der Familie begraben wurde. Hat man Pech, geht der Schuss nach hinten los und man bringt jede Menge seelischen Ballast wieder mit nach Hause, weil die Familienzusammenführung die reinste Katastrophe war. Wie auch immer es ist, so ganz gleich bleibt man nicht.

Natürlich, ganz genau betrachtet, sind wir „ein anderer/ eine andere“ nach jedem gemeisterten Tag. Aber so eine Reise rahmt den Prozess der Veränderung einfach ein bisschen schöner ein.

Auf Reisen sein, ist das Gefühl irgendwo hingebracht zu werden, wo du potentiell ein anderes Ich sein oder dein altes formieren kannst.

Mit diesem Wissen, können wir Berge versetzten, wenn wir wollen.

Bis bald

Saludos y un besito

Roque Nublo, Gran Canaria
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