Kategorien
ARTIKEL

36. Neues auf dem Bild(schirm)

Die US Wahlen haben uns alle auf Trab gehalten diese Woche. Ich hoffe, wenn ihr das lest, Sonntag früh, den 8. November, haben wir Gewissheit über das Präsidentenamt der Vereinigten Staaten.

Ich persönlich, empfinde dieses Spektakel als äußerst nervenaufreibend, im positiven Sinne. Das letzte Mal, als ich etwas so akribisch via Medien verfolgt habe, war das Subjekt der News der gemeine neue Corona Virus, der aus Wirtschaft und Gesundheit, Pleite und Krankheit macht.

Im März/April noch, habe ich hinter meinem Handy geklemmt, dem Fernseher oder dem Radio. Jeden Tag mehrere Stunden. Was ich hörte hat mich verunsichert, mir Angst gemacht und jede Menge Fragezeichen in meinem Kopf aufpoppen lassen. Das Gehörte, bewegte mich dazu, mehr zuhause zu bleiben, Kontakte zu meiden und verdächtig viel über Klopapier und Backhefe nachzudenken.

Das ganze begleitet uns nun schon so lange, dass ich völlig vergessen habe, wie einnehmend diese neue Lebensweise bereits ist. Es ist so normal geworden, jeden Abend die Nachrichten einzuschalten und die neuste Corona Beichterstattung über sich ergehen zu lassen.

Die Präsidentschaftswahlen in den USA haben den, bereits so mitschwingenden „corona scare“, mal in den Hintergrund rücken lassen. Jedenfalls für die Momente, in denen man die Nachrichten oder eine Live Berichterstattung hinter einen Bildschirm geklemmt verfolgt.

Ich habe es so genossen, endlich mal wieder für etwas anderes zu fiebern. Mein Kopf war mal wieder mit einer positiven Aufregung gefüllt. Ich habe seit langen mal wieder die Nachrichten angeschmissen und latest news durchstöbert, weil ich mich auf die neuste Berichterstattung gefreut habe. In der Hoffnung, dass bald mal wieder gute Nachrichten für die Welt verkündet werden.

Einfach mal was anderes auf dem (Bild)Schirm zu haben, tut gut. Es gibt auch noch andere Dinge da draußen, die einen horrenden Einfluss auf das Weltgeschehen haben und ganz nebenbei auch auf meine emotionale Verfassung.

Eine kleine Erinnerung, dass nicht nur Corona, sondern auch noch andere Dinge eine Rolle spielen für zukünftige Abläufe und Entscheidungen.

Vielleicht ist es auch das Gefühl der Entscheidungsgewalt, des Mitspracherechts, unseres eigenen Einflusses und die Möglichkeit, die Geschicke zu lenken, was einen wieder ein bisschen lebendiger fühlen lässt.

Die Bürger der USA haben diese Entscheidung in der Hand. Sie gehen wählen und formen damit eine Zukunft. Allein nur Zeuge dessen zu sein, gibt einem ein Fünkchen Sicherheit zurück.

Das Gefühl der Ohnmacht, welches quasi der fade Beigeschmack der Corona Krise ist, bedeutet absoluter Kontrollverlust.

Die Wahlen erinnern zumindest mich daran, dass wir die Kraft haben die meisten Geschehen zu lenken.

Wir können so viel aufhalten oder vorbeugen. Wenn wir nur mal anfangen, alles was schief läuft auf der Welt in eine Relation zu setzten, werden wir auch Lösungswege sehen.

Ausbeutung von Tieren, Klimakrise und Pandemie, das sind keine einzelnen Brandherde, sondern eine Reaktionskette.

Wir haben Möglichkeiten auch hier die Zügel in die Hand zu nehmen und eine Wahl zu treffen. Für mich sind die Präsidentschaftswahlen in den USA wohl ein Sinnbild dessen gewesen. Wir dürfen unseren Einfluss nicht vergessen.

Wir selber, alle zusammen, tragen die Schuld an den großen Krisen und Problemen, unter denen Welt und Menschheit leidet. Wir sind, leider, der Ursprung, aber wir können auch die Lösung sein!

Bis bald

Saludos y un besito

Ich freue mich über deine Bewertung!
So gehts: Für x Sterne, den xten Stern von rechts anklicken

Eine Antwort auf „36. Neues auf dem Bild(schirm)“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.