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28. Körperkunde

Ich denke jeder hat die Mehr-Zeit zuhause, die Corona uns beschert hat, auf die eine oder andere Weise für sich genutzt. Für manche ist schon wieder mehr Normalität zuhause eingekehrt, andere zehren immer noch von der Entschleunigung.

Ich für meinen Teil habe die Corona-Hochphase unteranderem dafür genutzt mich mal mit dem Ernährungs- und Nährstoffbuch auseinanderzusetzen, welches ich mir zum Geburtstag gewünscht hatte. Stellt sich heraus, ich wusste doch herzlich wenig darüber, was eigentlich wichtig ist für meinen Körper. Vor allem aber, fehlte mir das Wissen woher ich es bekomme. Die Zeit zum Umdenken war definitiv für mich gekommen.

Die generelle Auslegung des westlichen Lifestyles, hat sich in den letzten Jahren schon wirklich sehr gewandelt. Wir denken mehr über Dinge wie Bio, Nachhaltigkeit und animal cruelty free products nach. Verpackungsmüll muss vermieden, zumindest mal reduziert werden. Am liebsten greifen wir jetzt zu den Shampoo Flaschen, die aus 80% recycelten Materialien bestehen oder zu den kompostierbaren Plastiktüten.

Wir setzten mehr auf lokale Böden und Produkte, schließlich muss es nicht immer die Frucht aus Lateinamerika sein.

Ich persönlich mag diesen Schwank der stattgefunden hat und sich immer weiter entwickelt. Für die neuen Generationen, ist dieser nun ein integrierter Teil ihrer Lebensweise und das ist auch gut so. Schließlich musste Veränderung her. Wir mussten umdenken, so ging es nicht weiter.

Und so ähnlich ging es mir eben auch mit meinem eigenen Körper. Auch der verdient, dass sich einiges ändert. Auch der verdient, dass ich mal umdenke.

Ganz abstrakt gesehen, führen wir unserem Körper doch täglich Dinge zu, ohne doch eigentlich wirklich zu wissen was wo drin ist, was er braucht und wie viel davon. Oder nicht?

Schon seit Jahren schleichen sich hier und da immer wieder Veränderungen in meiner Ernährungsweise ein. Das Buch hat mir schlussendlich nochmal das Wissen an die Hand gegeben, welches meine Einstellung und Denkweise grundsätzlich geändert hat.

Mittlerweile bin ich der Meinung, dass sich jeder mal, im einen oder anderen Moment in seinem Leben, mit der Thematik  auseinander setzten sollte.

Zu wissen, was ist eigentlich Kalzium, B12, Selen und Jod und was genau leisten sie? Warum sind sie so wichtig für mich?

Unser Körper stützt, schützt und trägt uns jeden Tag durch Wind und Wetter. Rückblickend kann ich gar nicht glauben, für wie selbstverständlich man ihn nimmt, jedoch so wenig über ihn weiß.

Natürlich bin ich kein Paradebeispiel. Das will ich auch gar nicht sein. Auch ich konsumiere mit vollem Bewusstsein all die bösen Genussmittel,  die mein Körper absolut nicht gebrauchen kann. Dennoch, bei diesen verfüge ich wenigstes über ein Wissen. Was ich früher vom Thema Ernährung, Nährstoffe und Vitamine nicht gerade behaupten konnte.

Bei mir war diese Veränderung der Denkweise schon ein sehr langer Prozess. Ohne eine Inspiration, einen kleinen Stoß von außen, geht da sowieso gar nichts. Jemand oder etwas gibt uns immer den Ruck oder Denkanstoß, den die Veränderung benötigt. Das ist ja das wunderbare. Du kannst immer darauf vertrauen, dass deine Außenwelt dich nicht in alten rostigen Routinen versauern lässt, solange du offen dafür bist, deinen Horizont stetig zu erweitern.

Meine Inspiration war (ACHTUNG es folgt lediglich eine persönliche Empfehlung, keine Werbung) der Podcast einer lieben ehemaligen Arbeitskollegin und ihrer besten Freundin. „The Plantly Compassion“ – falls ihr auch mal Lust habt euch auf eine nette Weise ein bisschen anstoßen und –ruckeln zu lassen. Die zwei machen Horizonterweiterung, ohne Zwang, zu etwas wovon man seine Finger nicht mehr lassen kann.

Vielleicht ist ja auch mein Artikel bereits der kleine Rüttler, den der ein oder andere braucht.

Denke ich an früher, habe ich meinen Körper für viele Jahre drangsaliert. Jede Diät musste er ertragen. Jeden Verzicht mitmachen. Man macht mit ihm was man will. Und das ist auch ein Stück weit normal. Jedoch, ganz sicher kann ich nun von mir behaupten, dass die Zeiten, in denen ich meinen Körper, seine Versorgung und Gesundheit, als selbstverständlich hinnehme, vorbei sind.

Warum sollten wir auch aufschieben, bis später warten, bis wir wirkliche Einschränkungen spüren? Ein Arzt hat mal zu mir gesagt, wir sollten versuchen den Körper jetzt schon zu „tunen“, um eventuellen Mängeln später vorzubeugen. Wahre Worte, meiner Meinung nach. Schaden tut es jedenfalls nicht, man hätte nichts verloren, sondern einfach ein besseres Körpergefühl gewonnen.

Jeder muss natürlich sein Tempo gehen und die Vorkehrungen treffen, die er oder sie für richtig hält. Ich finde es rückblickend einfach spannend, wie sich meine Ansichtsweise geändert hat und  was ich alles dazu gelernt habe, im Punkto Nährstoffe, Vitamine und Lebensmittel. Zugegebenermaßen, war ich auch einfach extrem erschrocken darüber, wie wenig ich wusste.

Gerade im „Zeitalter der Pandemien“, kann man nicht genug auf sich, seinen Körper und sein Immunsystem Acht geben, oder?

In diesem Sinne – vernachlässigt euch selber nicht.

Praktischer Weise, kann ein Umdenken des Lebensstils, sogar zwei Fliegen mit einer Klatsche schlagen. Es gibt vieles gutes was wir für uns tun können, was uns zeitgleich auch unsere Erde dankt.

Bis bald

Saludos y un besito

Sonnenuntergang Las Canteras, Las Palmas
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